Als IT-Scout sprach René Obermann über das wichtige Thema Berufswahl: "Nutzt die Chance und informiert euch über mögliche Angebote", betonte er.
Die Zahlen sprechen eigentlich für sich: Die IT-Branche bietet mit 800.000 Beschäftigten nicht nur die zweithöchste Anzahl an Arbeitsplätzen. Selbst in krisengeschüttelten Zeiten herrscht mit 20.000 offenen Stellen ein ungebremster Fachkräftemangel. Doch was nutzen all die guten bis hervorragenden Berufsaussichten, wenn der Nachwuchs dennoch ausbleibt? "Beide Seiten müssen aufeinander zu gehen", brachte es René Obermann auf den Punkt. "Ihr müsst zu den Unternehmen kommen und Einblicke in die Praxis nehmen und wir als Unternehmen müssen noch stärker auf euch zugehen", sagte er an die 120 Schüler gerichtet.
Als IT-Scout sprach René Obermann über das wichtige Thema Berufswahl: "Nutzt die Chance und informiert euch über mögliche Angebote", betonte er.
Als IT-Scout sprach René Obermann über das wichtige Thema Berufswahl: "Nutzt die Chance und informiert euch über mögliche Angebote", betonte er.
Als IT-Scout am Kölner Herder Gymnasium setzte der Vorstandsvorsitzende genau das um, was er 2009 in einem Aufruf gefordert hatte: Dass sich möglichst viele Mitarbeiter für die BITKOM- Initiative "erlebe it" engagieren. Kern der Initiative ist es, einen Austausch von Schule und Wirtschaft zu ermöglichen. Das geschieht mit Hilfe von Projekttagen, Veranstaltungen zur Berufsorientierung oder eben den so genannten IT-Scouts, die in Klassen von ihren Praxis-Erfahrungen in der IT-Welt berichten. "Insgesamt 120 registrierte Scouts engagieren sich mittlerweile bundesweit dafür", erklärte der Projektleiter Michael Zeisberger.
Dass diese "Hightech-Botschafter" mitunter auf Skepsis unter den Schülern stoßen, musste auch René Obermann erfahren. "Ein Informatiker ist doch ein Typ mit Brille, der den ganzen Tag im dunklen Keller vorm Bildschirm sitzt und keine Freundin hat", antwortete ein Schüler auf die Frage nach dem Bild von der Branche. "Da kann ich euch beruhigen", konterte Obermann. "Das ist ein Klischeebild, das nichts mit der Realität zu tun hat." Eindringlich ermunterte er die Schüler, Hemmungen gegenüber technischen Berufen abzulegen und zeigte ihnen anhand griffiger Beispiele wie Facebook und Twitter, wie groß der Einfluss bereits ist, den die IT in ihrem Alltag hat. "Nutzt die Chance und informiert euch über mögliche Angebote", betonte er.
Dem Aufruf folgten die Schüler noch vor Ort: An Infoständen unter anderem der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), Universität Köln, der Technischen Hochschule Aachen und natürlich auch der Telekom informierten sie sich über Ausbildungswege und Studienangebote. "Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen frühzeitig mit der Berufswahl auseinandersetzen", so Ute Neher vom Recruiting & Talent Service. "Sie müssen realisieren, dass es um vielmehr geht als nur um das was sie unter der ‚klassischen Informatik’ verstehen. Unter dem Berufsbild 'IT-Projektmanager' können sich halt nur wenige etwas Konkretes vorstellen." Das hat sich zumindest für die interessierten Schüler des Herder Gymnasiums durch die Veranstaltung geändert.
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